Executive Briefing aus unserem Webinar
Die unsichtbaren 30 %: Performance Management und warum viele Unternehmen ihre größten Produktivitätsverluste nicht sehen
Wie viel Leistung verliert Ihr Unternehmen, ohne es überhaupt zu merken? Diese kritische Frage stand im Mittelpunkt unseres jüngsten Experten-Webinars „Performance unter Druck“. Die Antwort der renommierten Fachrunde war überraschend eindeutig: Die größten Performance-Verluste entstehen häufig nicht durch dokumentierte Krankheitstage. Sie entstehen schleichend durch Leistung, die gar nicht erst entfaltet wird. Während das klassische Controlling Kennzahlen wie Krankenstand, Fluktuation und Fehlzeiten präzise erfasst, bleiben die tieferen Ursachen für massive Einbußen bei der Produktivität oft völlig unsichtbar. Genau über dieses Phänomen und die wichtigsten Hebel für ein zukunftsfähiges Performance Management diskutierten die Experten:
- Prof. Dr. Volker Nürnberg
- Dr. Bernhard Kaumanns
- Charlotte Hager
- Frank M. Scheelen
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1.1 Der Krankenstand zeigt nur die Spitze des Eisbergs der Gesundheit
Der renommierte Experte Prof. Dr. Volker Nürnberg machte in der Diskussion deutlich, dass die Belastungen für die psychische Gesundheit in der modernen Arbeitswelt seit Jahren kontinuierlich zunehmen. Die eigentliche unternehmerische Herausforderung beginnt jedoch meistens lange vor dem physischen oder psychischen Ausfall eines Mitarbeiters.
„Gesundheit entsteht nicht isoliert in standardisierten Gesundheitsprogrammen. Echte Gesundheit entsteht direkt in den Teams – getragen durch empathische Führung und eine gesunde Unternehmenskultur.“ > — Prof. Dr. Volker Nürnberg
Ein nachhaltiges Konzept zur langfristigen Sicherung der Mitarbeitergesundheit greift daher zu kurz, wenn es erst beim akuten Ausfall ansetzt. Es muss stattdessen tief im täglichen Management verankert werden.
Das teuerste Problem steht in keiner Bilanz
Dr. Bernhard Kaumanns legte dar, dass viele Organisationen unbewusst lediglich einen Bruchteil ihres tatsächlichen und nachhaltigen Leistungspotenzials ausschöpfen. Ein hoher Krankenstand ist für jeden HR-Verantwortlichen sofort sichtbar und greifbar. Was jedoch im Verborgenen bleibt, sind Phänomene wie Präsentismus, Demotivation und eine mangelnde psychologische Sicherheit im Team.
Genau in diesen unsichtbaren Zonen – wo Mitarbeiter zwar anwesend, aber innerlich bereits distanziert oder blockiert sind – liegen die gravierendsten Verluste für die gesamtheitliche Produktivität eines Unternehmens. Objektive Leistungsbeurteilungen fördern dabei Fairness im Management und schaffen eine belastbare Kennzahl auf Basis konsistenter Daten. Engagierte Mitarbeiter leisten zudem einen messbaren Beitrag zu höherem Gewinnwachstum und damit zum Unternehmenserfolg. Ein modernes Performance Management darf diese weichen Faktoren nicht länger ignorieren, wenn Führung und Leadership den langfristigen Erfolg sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sichern sollen.
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2.1 Wissen verändert Verhalten nicht – Führung und Kultur schlagen Programm
Warum greifen klassische Maßnahmen zur Verhaltensprävention so oft ins Leere? Die Kulturexpertin Charlotte Hager beleuchtete die psychologische Komponente des Wandels: Menschen verändern ihr Verhalten trotz besseren Wissens im Regelfall nicht allein durch theoretische Richtlinien oder verordnete Seminare. Mitarbeiter orientieren sich primär an den ungeschriebenen Gesetzen und an dem, was im Unternehmen täglich aktiv vorgelebt wird. Leadership inspiriert andere, einer Vision zu folgen.
Das bedeutet für die Praxis: Eine authentisch gelebte und wertschätzende Unternehmenskultur schlägt jedes noch so hoch budgetierte Gesundheitsprogramm. Wenn das Leadership nicht als direktes Vorbild fungiert, verpuffen punktuelle Maßnahmen wirkungslos; entscheidend sind die Art der Führung und die Fähigkeiten der Verantwortlichen, denn Leader verfolgen langfristige Visionen, Management eher kurzfristige Ergebnisse.
Nur was gemessen wird, kann verändert werden
Institutsinhaber Frank M. Scheelen brachte die vielleicht wichtigste Kernbotschaft des Experten-Talks prägnant auf den Punkt: „Nur was gemessen wird, kann auch gezielt verändert werden.“
Traditionell fokussieren sich Unternehmen fast ausschließlich auf harte betriebswirtschaftliche Kennzahlen: Sie messen Umsätze, kontrollieren Margen und sichern die Liquidität. Produktivität ist dabei eine zentrale Kennzahl, weil sie das Verhältnis von Input zu Output beschreibt und sich auf belastbare Daten stützt. Höhere Produktivität bedeutet mehr Output bei gleichem Input. Die leistungsfähigsten und zukunftssichersten Unternehmen der kommenden Jahre werden jedoch eine weitere, entscheidende Dimension systematisch messen: die psychische und organisationale Leistungsfähigkeit.
Zu einem ganzheitlich erfolgreichen Steuerungsmodell gehören für zukunftsorientierte Unternehmen elementare Faktoren wie: Solche Werte lassen sich auch durch Prozessoptimierung verbessern. Partielle Produktivität beschreibt den Output im Verhältnis zu einem einzelnen Input-Faktor, etwa Arbeitsstunden oder anderen Ressourcen, und ergänzt damit die Sicht auf Arbeitsproduktivität.
- Individuelle und organisationale Resilienz zur Bewältigung von Krisen
- Gesteigerte Motivation und Identifikation mit den Unternehmenszielen
- Die gelebte Führungsqualität auf allen Managementebenen
- Emotionale Intelligenz als Kernkompetenz im modernen Leadership
- Eine agile und gesunde Unternehmenskultur als strategischer Wettbewerbsvorteil
Webinar-Aufzeichnung in voller Länge ansehen
Sie haben das Live-Webinar verpasst? Kein Problem. Sehen Sie sich hier die vollständige Aufzeichnung der Expertenrunde „Performance unter Druck“ an:
▶ https://www.youtube.com/watch?v=PzU467HzwG4
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Wir haben die essenziellen Erkenntnisse, Best Practices und strategischen Lösungsansätze des Webinars in einem kompakten, fundierten Executive Briefing exklusiv für Geschäftsführer, Vorstände und HR-Leitungen zusammengefasst.
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Möchten Sie erfahren, wie sichtbar und messbar die nachhaltige Leistungsfähigkeit in Ihrer Organisation aktuell ist? Lassen Sie uns in einem unverbindlichen Dialog Ihre Potenziale heben. Nachhaltige Leistungsfähigkeit hängt dabei auch von klarer Planung, dem gezielten Einsatz von Ressourcen und einer wirksamen Unternehmensführung ab.
Gerne analysieren wir gemeinsam Ihre individuellen Leistungsreserven, die bestehende Führungsqualität und Unternehmenskultur sowie die Resilienz Ihrer Teams mittels modernster Diagnostikverfahren. Belastbare Daten und betriebswirtschaftliche Kennzahl-Systeme aus der Betriebswirtschaftslehre helfen dabei, Fortschritte objektiv zu bewerten.
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- Ansprechpartner: Rolf Benzmann (Vice President Business Development)
- E-Mail: rolf.benzmann@scheelen-institut.de
- Unternehmen: SCHEELEN® Institut für Managementberatung und Diagnostik